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Zwei Aalener bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin
04.07.2014 14:55 (1487 x gelesen)

Sensationell!
Die 13-jährige Katharina Bopp durchbricht Schallmauer über 100 m Freistil
in 0:59,90 Sekunden.

Berlin, Landsberger Allee:
Dem Aalener Schwimmtalent Katharina Bopp ist es gelungen, was noch keiner Frau aus Aalen vor ihr gelang. Die Schwimmerin des SC Delphin Aalen blieb vor der grandiosen Kulisse in der SSE Schwimmhalle Berlin unter der 1 Minuten Grenze und dies auf der vermeintlich langsameren 50-m Bahn.



Katharina Bopp und Tobias Kurz starten bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften

             
Zwei Delphine vertreten den Aalener Schwimmsport bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin

Die amtierende Süddeutsche Jahrgangsmeisterin über 100m Freistil Katharina Bopp vom SC Delphin Aalen hat am vergangenen Samstag bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin als erste Aalener Schwimmerin die Schallmauer von 1 Minute über 100 m Freistil sensationell durchbrochen. Die 13 ½ jährige wurde bei ihrem triumphalen Rennen mit 0:59,90s gestoppt und verbesserte damit ihre zwei Wochen alte Bestmarke von den Süddt. Jahrgangsmeisterschaften um satte 41 hundertstel Sekunden.

    
Katharina Bopp bei Ihrem Start über 100m Freistil

Trainer Alexander Jung und Katharina strahlen nach dem Rennen um die Wette und waren sich beide einig. „Diese Zeit ist einfach nur fantastisch“. Beide hatten diese Schallmauer vor den Meisterschaften stets im Kopf und wussten, dass es in Berlin zum Saisonhöhepunkt klappen könnte. Somit konnten sich Schwimmerin und Trainer einen kleinen Traum erfüllen.
Nach diesem Paukenschlag im Vorlauf der Titelkämpfe durfte Katharina am späten Nachmittag im Finale über 100m Freistil noch einmal antreten. Zwar konnte sie ihre Vorlaufzeit nicht weiter toppen, bestätigte aber die Superzeit aus dem Vorlauf und belegte im Endklassement Platz 10.

Angesichts dieses grandiosen Erfolges darf nicht vergessen werden, dass hinter dieser Leistung harte Arbeit steckt und bereits die Qualifikationshürde zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften für viele Sportler ein unerfüllbarer Traum bleibt. Daher sollte stets das Motto gelten: „Dabei sein ist alles“, um später einmal sagen zu können, ich war dabei und habe mich mit den Besten aus Deutschland gemessen.

Neben den 100m Freistil hatte sich Katharina mit ihrer Zeit aus Dresden und dem Gewinn der süddeutschen Vizemeisterschaft auch über 200m Freistil sowie über 50m und 400m Freistil für die Meisterschaften in Berlin qualifiziert. Die Titelkämpfe fanden von Dienstag – Samstag statt, wobei dies eine weitere Herausforderung für die Athleten und Trainer darstellte. So musste über knapp eine Woche die Anspannung aufrecht gehalten werden und es galt sich jeden Tag aufs Neue zu fokussieren. Am ersten Wettkampftag startete Katharina über 50m Freistil, wobei sie ihre Qualifikationszeit bestätigte, aber den Einzug ins Finale knapp verpasste. Der Fokus in der Vorbereitung lag eher auf den 100m und 200m Freistil. Diese Ausrichtung ging voll und ganz auf. So konnte Katharina am zweiten Wettkampftag ihre Bestzeit über 200m Freistil innerhalb von zwei Wochen abermals steigern, was angesichts der geschwommenen Zeit enorm ist und sich über den Finaleinzug freuen. Im Finale setzte Katharina alles auf eine Karte, begann sehr forsch und schwamm das Rennen von vorne weg. Dem hohen Anfangstempo musste sie allerdings auf den letzten Metern etwas Tribut zollen, freute sich aber riesig über die Top Ten Platzierung.

Nach einem Tag Pause und etwas Sightseeing in Berlin sprang das Kraultalent über die doppelt so lange Distanz ins Wasser. Die Berliner Luft scheint ihr besonders gut getan zu haben, denn mit 4:42,53 unterstrich Katharina ihre Form. Am letzten Wettkampf folgte der krönende Abschluss über die 100m Freistil.

  
Tobias Kurz bei Seinem Start über 100m Brust

Auch Brusttalent Tobias Kurz, ebenfalls JG 2000 hat vor allem im letzten Jahr einen enormen Leistungsschub vollzogen. Bereits im Vorfeld war die Freude riesig das Ticket nach Berlin gelöst zu haben und somit einmal zu den besten Schwimmern aus Deutschland gehören zu dürfen. Zur Deutschen Jahrgangsmeisterschaft werden je nach Jahrgang nur die schnellsten 40/30/oder 20 Sportler/innen zugelassen. So ist es angesichts der vor allem enorm starken Konkurrenz aus Nord- und Ostdeutschland bei Weitem nicht leicht sich unter die Topathleten eines Jahrgangs zu mischen. Dementsprechend rar waren auch die Teilnehmer aus Württemberg vertreten. Tobias Kurz hat auf jeden Fall ein sehr gutes Bild von sich und dem SC Delphin Aalen in Berlin abgeliefert und den Aalener Schwimmsport mehr als gut präsentiert. Hochmotiviert startete Tobias über seine einzigste Strecke bei den Meisterschaften im 100m Brust Rennen. Zwar wollte die Zeit von 01:15,00 noch nicht fallen, aber mit einer hervorragenden Zeit von 1:16,92 war Tobias und das mitgereiste Trainerteam Jung mehr als zufrieden. Es waren sich alle einig, dass die Unterbietung der 01:15,00 Grenze für Tobias nur noch eine Frage der Zeit sein wird.

Trainer Alexander Jung ist sicher, dass zu diesen Leistungen neben der individuellen Stärke auch eine funktionierende Mannschaft gehört. Nur wenn ein Sportler seine Ziele stets fest vor Augen hat und im gegenseitigen Vertrauen mit dem Trainer sein Trainingspensum absolviert, ist der Sportler in der Lage eine derartige Leistung, wie die beiden Delphine in Berlin gezeigt haben, zu erbringen und punktgenau abzuliefern.


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